–Der Wasserquintettweg–
  Wälder, Bäche, Talsperren
  Lokalgeschichte: Kann man auch trennen: Lokal und Geschichte... diese Worte versprechen den Zugang zu besonderen Erlebnissen in einer besonderen Umgebung. Es gibt sie da...und manchmal: nur da!
Das Bergische Land ist voller Ideen! Ideen der Nutzung der Wasserkraft, der Luft, des Feuers, der Bodenschätze. Das Bergische Land war einst Bergbauregion auf bestes Mangan-Eisen. Wind und Wasser halfen bei der Verhüttung der Bodenschätze zusammen mit dem Feuer.
Erleben Sie das Feuer des Entdeckens!
Wanderfreundliche Gastronomen und die „Bergischen Entdecker“ zeigen Ihnen Möglichkeiten des Erlebens in dieser einzigartigen Landschaft auf.

 

Der Rundweg „Wasserquintett“ hat eine Länge von ca. 140 km.
Die Schleifen machen die Bildung von Tagesetappen möglich.
Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten sind am Weg ausgeschildert; bei Bedarf wird Gepäck- und Shuttleserviceübernommen.
Der Weg ist mit dem nebenstehenden Zeichen ausgeschildert. Die Abzweige der Schleifen sind farblich - mit gelben Richtungspfeilen - abgesetzt.

Wasserquintett
Fangen wir im Norden an. Radevormwald. Den Wald schon im Namen und natürlich auch in der Wirklichkeit. Erlebnisstationen an Wupper und Uelfe. Ein Paradies der Wollindustrie - einstmals. Ganz besonders zu empfehlen ist das Museum Wülfing & Sohn mit einer einzigartigen Kraftanlage und netten Menschen als Gastgeber.
Radevormwald zeichnet mit seiner typisch bergischen Altstadt ein Bild der Vergangenheit, die in der Gegenwart weiter lebt. Das Heimatmuseum lädt zum Betrachten mancher vergessener Exponate ein, die früheren Generationen selbstverständlich verständlich waren.

Kommen wir zur Bevertalsperre, einer turbulenten Freizeitstätte mit großem Erlebniswert. Forsche Segler kreuzen die stille See. Hektik wird flink vergessen. Alleine die Muße zählt bei der Einkehr. Lassen Sie sich verwöhnen...
Gewöhnen muss man sich ein wenig an die Kreuzberger Nächte, die am Rande Westfalens auch erlebnisreich sein können, allemal zu Karneval. Zumal Kreuzberg ein wahrer Kreuzungsberg war und ist. Fernwege der Vergangenheit führten und führen heute noch als Wanderwege ins Land der Westfalen. Ein Gang am Tage ist für Wanderer zu empfehlen. Wasserfuhr ist dabei ein „sprechender Name“.

 

 

Im nahen Kupferberg wurden einst die Schätze der Erde geborgen. Tatsächlich fand sich in diesem Berg kein „Kupferberg Gold“, oder doch: Man nannte Kupfer einst „Rotgold“. Nicht weit davon geht es ins „Golddorf“ Rönsahl, einem rheinischen Dorf in Westfalen, dem „Dorf der Millionäre“. Woher der Reichtum kam? Durch das grauschwarze Schwarzpulver. Es wurde in Rönsahl und im nahen Ohl hergestellt, in solch guter Qualität, dass die Schweden von hier 200 Jahre lang ihr Schießpulver bezogen. Dazu war es nötig, die gefährliche Fracht in speziell ausgestatteten Wagen zum Seehafen Lübeck zu bringen. Zwei Monate und rund 40 Paar Socken für den zu Fuß das Fuhrwerk dirigierenden Fuhrmann gingen dabei „drauf“.

Ein einzigartiges Museum hat sonntags geöffnet - es erzählt in der Schinkel-Villa der Pulverfabrikantenfamilie Cramer & Buchholz den Aufstieg und Fall der Pulverindustrie im Tal der Wipper. Selbst Kaiser Wilhelm II. war schon dort - vor Öffnung des Museums versteht sich! - und speiste hier. Eine Empfehlung für die Gastronomen der Region...

Ein Kreuzungspunkt der Fernstraßen ist der Wallfahrtsort Marienheide.
Hier verkehrt stündlich von Köln aus die Oberbergische Bahn „RB 25“. Die sehenswerte Wallfahrtskirche markiert den Treffpunkt zweier Fernstraßen, dem Jakobspilgerweg und alten Fuhrmannsweg „Heidenstraße“ (Kanalküste-Breslau) und der „Zeitstraße“ (Nordsee-Süddeutschland).
Eine weitere, die „Bergische Eisenstraße“, erzählt darüber hinaus von der Schwerindustrie in diesem Bereich, der Eisenerzschürfung im „Ruhrgebiet des Mittelalters“. Die Verhüttung geschah übrigens an den windseitigen Hängen, man nutzte damals schon die Energie der Natur.

Dieser im Osten unserer Route gelegenen Gemeinde gilt entlang der Lingesetalsperre und der Bruchertalsperre die besondere Aufmerksamkeit.
Die Pulverfabrikanten brachten die Idee des Talsperrenbaus aus dem Harz mit ins Bergische und schufen hier die dichteste Talsperren- Konzentration in Europa.
Lassen wir uns noch ein wenig Zeit im „älteren Müllenbach“, mit seiner sehenswerten  „Bonten Kerke“. Das idyllische Dorf hat sich seit 10 Jahren zum „Bücherdorf“ gemausert und lässt Vergangenes in seinem „Haus der Geschichten“ und dem „Alten Fuhrmannshof“ erleben.

Kotthausen, Jedinghagen und „unbedingt“ Schloss Gimborn bringen im Süden der Route die einstige Kultur sehr nahe. Von Gimborn aus wurde Brandenburg um einen Minister reicher - freilich in frühester preußischer Zeit.
Das Gimborner Naturell lebt auch heute noch das adelig weiter, was einst mit von Schwarzenberg begann. Die Laubwälder der Gimborner Herrschaft zieren heute noch die Gegend und berichten von einem „Sprung“, also einem Quell in Gimborn, „der wie aus dem Nichts“ herauskam und gleich drei Mühlen angetrieben hat.

Auf unserer Zeitreise geht es nun auf die Höhen über Wupper und Sülz. Diese nutzten Reisende früherer Zeiten, um ins ferne Wuppertal zu kommen.
Denken Sie dies: Pflasterer und Maurer aus dem Homburger Land, Wiehl, Waldbröl, Nümbrecht, gingen 15 Stunden lang zu Fuß nach Barmen und Elberfeld, wo sie Häuser und Straßen errichteten. Im Frühjahr gingen sie los, mit den ersten Nachtfrösten kamen sie zurück. - Saisonarbeit war die lebenserhaltende Ader der oberbergischen Bauern, deren Land nicht viel hergab.

Besser wird es schon im Westen, das auch dem Klima verträglicher zugeneigt ist, und dort geht es auf Wipperfeld zu. Hier waren der Wind und der Regen freundlicher zu den Landwirten, trotz einem manchmal „steifen Süd-West“...
Die Freundlichkeit muss man nicht betonen, dennoch ist hier ein rheinischer Einschlag unverkennbar...
Der Bergische lebt eben einmal auf der Grenze zwischen Rheintal und den Höhen des Sauerlandes. Hat beides gepachtet!

Findet man hier ein „Schuss Kölsch“ und im fernen Kreuzberg auch Pils, so kann man von der „eigentlichen Biergrenze Deutschlands“ sprechen. Die Gastronomen sind klug und führen beides.
Geschmack hört nicht an irgendwelchen Grenzen auf.
Das Essen ist ohnehin bodenständig und unverwechselbar!

Und so wandern wir auf den Höhen des Bergischen und erreichen nun Wipperfürth und Hückeswagen. Sind die Städte auch noch so verschieden. Beide erzählen wunderbar „sichtbare“ Geschichte in ihren Altstädten und dazu auch Kunst vom feinsten.

Hückeswagen... Ein überragendes Stadtschloss! Auf seinem Weg ins Wuppertal machte Heinrich Jung Stilling, ein Goethe- Freund, als Hauslehrer bei einem Eisenhändler hier Station (und später an der Krähwinkler Brücke bei Radevormwald). Hier wurde Maria Zanders geboren, eine bedeutende Kulturstifterin. Die schmucken Häuser des Tuchmacherortes zeigen die typischen Farben des Bergischen: Grün, weiß und schwarz.

Wipperfürth als Hansestadt ist gleichzeitig die älteste Stadt im Bergischen Land. Hier wurde die „bergische Münze“ geprägt.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war Wipperfürth Durchgangs- und Kreuzungspunkt der kürzesten und bequemsten Verbindungswege zwischen Rheinland und Westfalen, dem
Siegerland und dem unteren Wuppertal. Ihr Name entstand aufgrund der „Furth durch die Wipper“, die dann in Hückeswagen schon Wupper heißt.

Ob Wipper oder Wupper, ob Wipperfürth oder Hückeswagen ... hier sind alle mit dem gleichen Wasser getauft... Genießen Sie die Vielfalt der Region, lassen Sie sich begeistern von einer Reise durch die Zeiten. Und wenn Zeit kommt, kommt Rat.

Ach ja, das FahrRAD nicht vergessen! Zwischen Marienheide und Hückeswagen ist der Radweg schon fertig, soll über Remscheid-Lennep weiter bis nach Leverkusen gehen. Diese nahezu ebene Strecke führt über eine ehemalige Bahntrasse und ist daher besonders für Familienausflüge geeignet.

Ein Ziel ist immer gegeben.
Da wo nette Menschen leben und die Natur sich im besten Kleid zeigt, da sind auch die wirtlichen Orte mit den Spezialitäten der Region und den unverfälschten Gerichten und
Geschichten.

 

 

Bergische Wandergastronomie

 

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Wanderwege der einzelnen Häuser finden Sie unter den Visitenkarten hier

 

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